Die dauernde Enttäuschung durch Bildbearbeitung

Dass an Models photogeshoppt wird, bis sie anatomisch unmögliche Figuren und alienhafte Gesichtszüge bekommen, ist kein Geheimnis. Dass trotz diesen Wissens Frauen wie Männer, meist in jungem Alter in die Magersucht und Schönheitskliniken und ggfs. zum Psychiater getrieben werden, ist ein Fakt, der traurig und schrecklich zugleich ist. Darauf will ich hier gar nicht näher eingehen, dazu gibt es schon genug an anderen Stellen zu lesen.

Mir geht es dabei um Urlaubsbilder. Vor ein paar Tagen war ich im Botanischen Garten von Berlin und schoss einige Bilder. Ja, es war schön dort. Naja. Es war wolkig, kurz vorm regnen, die Blüten waren zum Großteil schon verwelkt und im Grunde war alles nur grün und trüb. Normale mitteleuropäische Natur halt. Nun bearbeite ich meine Fotos fast alle und natürlich eben auch jene, damit sie einfach spektakulärer aussehen. Mehr Klicks und Likes bekommen auf diversen Plattformen und so. Wer beachtet schon trüb graue, langweilige Naturfotos?

Also machte ich das beste draus und klar, sie sehen ziemlich gut aus, wenn auch so ein botanischer Garten jetzt keine atemberaubenden Landschaftsaufnahmen wie die Kanadas bietet.

Nun, jetzt wo ich drüber nachdenke, ist das eigentlich ziemlich scheisse. Vielleicht denkt sich jemand, der meine Bilder gesehen hat „Wow! Da geh ich heute auch hin!“ und ist dann enttäuscht, weil es gar nicht so aussieht, wie auf den Bildern?! Und ist das nicht oft der Fall, wenn man zum Beispiel einen Urlaub bucht und sich die etlichen Hochglanzbilder mit blendend türkisem Meer und extrem orange-rosanen Sonnenuntergang anschaut? Man träumt monatelang vor dem Urlaub vom vermeintlichen Paradies und dann ist man dort und das Meer ist doch nur ’normal‘ blau oder gar graubraun, weil die Strömung zu dieser Jahreszeit so stark ist… Der Sand ist gar nicht schneeweiss, sondern stinknormaler Buddelkastensand mit Plasikmüll hier und da… Und so leer wie auf den Bildern ist es dann doch nicht, weil diese morgens um 7 Uhr aufgenommen wurden, der Pool des Hotels ist viel winziger als auf den Bildern und sowieso is ja gar nicht alles so perfekt und dann schwimmt da diese Enttäuschung mit, die man versucht zu verdrängen, weil hey, es ist doch Urlaub! Trotzdem ist sie da und wenn man gefragt wird, wie es war, dann sagt man nur „Joah, ganz nett.“

Und man träumt weiter, vielleicht wird ja der nächste Urlaub perfekt und schaut sich wieder etliche gephotoshoppten Bilder von irgendwelchen vermeintlichen Influenzern auf Instagram an und träumt davon, wie toll es wird.

Fotos bilden schon lange nicht mehr die Realität ab. Kein Bild ist nicht bearbeitet oder in einem verschönernden Winkel aufgenommen, der die Realität verzerrt und einem etwas vorgaukelt, was nicht ist.

Natürlich sind auch meine Fotos vom vorherigen Beitrag bearbeitet. So toll wars gar nicht. Ja, es war schön, aber sehe ich die Bilder, denke ich an einen Katalog. Oder an Instagram.

Natürlich werde ich weiterhin meine Bilder bearbeiten. Macht zum einen Spaß und zum anderen bin ich genauso klickgeil,wie jeder andere User von Social Networks. Und irgendwie verblassen meine Erinnerungen schneller als die Bilder und so kann ich mir einbilden, dass es wirklich so wahnsinnig schön war…

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Trauma unter Palmen

Mal ein etwas anderer Urlaubsbericht ohne das Geschwärme vom tollen Wetter, toller Natur, Top-Essen in den Hotels und supercoolen Zipline-Adventures von irgendwelchen um die Welt reisenden Hipstern, die ihr Geld auf unerklärliche Weise auf Reisen verdienen und kaum noch nach Hause kommen.

Ende Juli reisten mein Freund und ich endlich nach Thailand. Wir waren noch nie in Asien und zumindest er auch noch nie in den Tropen und wir hatten uns schon monatelang vorher drauf gefreut und waren entsprechend aufgeregt. Der Flug von Berlin über Singapur (3 Std Aufenthalt) nach Bangkok an sich war schon eine Strapaze. Ich weiß nicht ob es an der Airline lag, aber die Sitze sind neuerdings ja fast in allen Flugzeugen mittlerweile so eng, dass man in allen Gliedmaßen Thrombosen bekommt.

Der Umsteigeflughafen Changi Singapur ist auch nicht so toll, wie man erwartet, wenn man das Terminal 2 nicht verlässt. Also lasst euch da nichts einreden. Wenn man den Flughafen bei Google sucht und sich Bilder anzeigen lässt, denkt man Wunder was einen erwartet, Palmengärten, Wasserfälle, gläserne Decken, alles hell und beleuchtet und voller Blumen. Stattdessen erwartete uns ein stinknormaler Flughafen in dunklem braun gehalten mit niedrigen Decken und braunen, geräuscheschluckenden Teppichen. Hier und da ein paar Geschäfte, die natürlich um 4 Uhr früh meist geschlossen waren. Sonst gab es da tatsächlich nichts. Einer der Raucherbereiche war zur Landebahn hin offen und so merkten wir jetzt schon mitten in der Nacht, wie tropisch heiss die Luft hier ist. Sowas finde ich persönlich ja immer klasse. Man weiß, der Urlaub ist endlich da 🙂
Völlig k.o. und übermüdet, da wir trotz Schlaftabletten im Flieger kein Auge zudrücken konnten, landeten wir nach 2 weiteren Stunden in Bangkok und entschieden, nicht direkt in ein Taxi zu steigen, sondern mit dem Skytrain in die Stadt zu fahren und dann mal zu schauen, wo wir rauskommen und wie wir dann zum ziemlich ungünstig gelegenen Hotel in Pinklao kommen. Da wir nur mit zwei Rucksäcken reisten, kein Problem. Eigentlich hatten wir einen Plan über die Bahnen und Trains in Bangkok, aber als wir aus dem Skytrain in Makkasan ausstiegen, waren wir jedoch so überfordert, dass wir doch ein Taxi nahmen. Die sind ja relativ günstig und selbst stundenlange Fahrten kosten kaum mehr als 15 Euro.

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Das Hotel Charlie House Pinklao ist eine kleine Oase inmitten des Großstadtdschungels mit einem deutlich kleineren Pool, als man durch die Fotos auf Booking.com erwartet hat, aber alles in allem wirklich süß und sauber und die Mitarbeiter dort waren wirklich super lieb. Sobald wir eingecheckt hatten, gingen wir hinaus, um mal die Umgebung zu sondieren. Dazu musste man jedoch erst über einen kleinen stinkenden dreckigen Fluss (oder eher Bach), der direkt neben dem Hotel fließt (vom Hotel aus, jedoch hatte man diesbezüglich keinerlei Beeinträchtigungen) und dann durch eine ca. 200 Meter lange Gasse, durch die kein Auto passte, jedoch umso mehr Motorroller. Aber man hat ja gesunde Füße, da ist das alles absolut nicht erwähnenswert. Noch nicht.
Am Ende der Gasse kreuzte eine ziemlich stark befahrene 6-spurige Straße, die man nur durch Überführungen überqueren konnte.

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Gegenüber befand sich ein riesiger Tesco-Supermarkt, den wir erstmal durchstreiften (übrigens absolut nicht zu vergleichen mit den Tesco-Supermärkten in England). Nachdem wir mit ungefähr 14 Plastiktüten und etlichen in noch mehr Plastik eingepackten Speisen, die alle in eine einzige große Tüte gepasst hätten (die Kassierer packen einem die Sachen ein. Alles einzeln. Oder doppelt und dreifach, da kannste nix machen), raus kamen, gingen wir zurück zum Hotel. Abends wollten wir dann nochmal raus und schauen, wie die Stadt bei Dunkelheit aussieht. So schlenderten wir also über den Markt nebenan, besuchten McDonalds (jawohl, noch trauten wir den Straßenköchen nicht… Die Curry-Tasche ist übrigens megalecker. Halt wie eine Apfeltasche, nur mit Green Curry. Nicht allzu scharf und wirklich gut.), schauten hier und da und wunderten uns über die extrem zahlreichen Stromkabel und den Dreck und Müll in allen Ecken. Kulturschock? Ja, man kann es nicht leugnen…

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Fast schon auf dem Rückweg, also keine 300 Meter vom Hotel entfernt, passierte es: Ich stolperte über eine kleine Asphaltkante, knickte um , hörte noch ein „knack“ und fiel direkt hin. Ein fieser Schmerz durchzog mein rechtes Sprunggelenk und mir wurde übel. Mein Kreislauf machte fast schlapp, während mein Freund versuchte, mich aus der Einfahrt an den Rand zu bringen, allerdings konnte ich mich keinen Zentimeter bewegen, der Fuß schmerzte zu stark, als ich dort halb saß, halb lag, mein Bein hielt und „nein nein nein!“ wimmerte. Zwei thailändische junge Frauen aus einem Café in der Nähe kamen zu uns und fragten, ob sie helfen könnten und brachten uns einen Beutel Eis. Mittlerweile konnte ich mich zum Café auf einen Hocker schleppen, derweil der Knöchel immer weiter anschwoll. Die Eiswürfel schmolzen in Sekundenschnelle in der heißen 30 Grad Nacht in Bangkok. Die Kellnerin bot an, unser Hotel anzurufen und die dortige Angestellte wollte uns mit dem Golfkart abholen (das passte noch durch die schmale Gasse), doch der Akku war leer, so wollte sie uns auf Hotelkosten ein Motorradtaxi vorbeischicken. Ein Motorradtaxi! Mit DEM Bein! Zumal wir auf der falschen Straßenseite waren und man dort nicht einfach so wenden konnte. Autofahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer mussten kilometerweit in die falsche Richtung fahren, um zu wenden und dann alles zurück. Und jeder weiß, wie wahnsinnig diese Motorräder dort rasen.

Zum Glück kam ein Tuktuk, so dass wenigstens mein Freund auch mitkommen konnte. Als wir aber gefragt wurden, wo wir hin wollen, entschied ich mich für das Hospital, da ich merkte, ich bin nicht nur einfach so umgeknickt, da is irgendwas passiert, was auch den lauten Knack erklären würde, welchen ich gehört hatte.

Das Krankenhaus (Chaophya Hospital) war nicht weit entfernt und überraschend sauber und modern. Und menschenleer. Ich hatte natürlich nichts dabei. Pässe, Kreditkarten, Bargeld hatten wir alles im Hotel gelassen, wir wollten ja nur kurz spazieren gehen. Trotzdem wurde ich problemlos behandelt, kam zu einem sehr jungen Arzt, der den Fuß abtastete und mich direkt zum Röntgen schickte. Es war außer Krankenschwestern kein Mensch auf den Gängen unterwegs, mittlerweile war es auch ca. 23 Uhr. Beim Röntgen wird man übrigens auch nicht gefragt, ob man schwanger sein könnte und Bleiplatten gibt es auch nicht, aber das war mir auch egal. Daran werde ich nicht sterben. Paar Minuten später wurde ich im Rollstuhl weiter geschoben, während mein Freund mit Taxi zurück zum Hotel fuhr, um Geld zu holen.

Das Röntgenbild zeigte eine relativ unkomplizierte Weber A Fraktur des Sprunggelenks. Das heißt, es muss nicht operiert werden, aber einen Gips müsste ich 4-6 Wochen tragen und das Bein nicht belasten. Klasse. Am ersten Tag im langersehnten Urlaub. Die weitere Planung musste ich über Bord werfen. 2 Dschungeltage in Khao Sok konnten wir ja nun knicken. Auch die Weiterreise nach Khao Lak würde eine Herausforderung werden. Krücken bekam ich nicht im Krankenhaus. Trotz Gips war das Auftreten extrem schmerzhaft. Wie sollte ich das machen, wenn selbst der Gang zum Klo nahezu unmöglich war? Die Rechnung im Krankenhaus musste natürlich sofort bezahlt werden, aber 200 Euro fand ich doch relativ günstig, wobei das Röntgen an sich nur um die 15 Euro gekostet hat. Wenn man mal die Preise dafür in Deutschland vergleicht…
Also zurück zum Hotel und das Taxi quetschte sich tatsächlich durch die enge Gasse und ich glaube er musste diese auch komplett im Rückwärtsgang wieder zurückfahren. Aber ich hatte andere Probleme. Die Hotelangestellte hat mittlerweile schon unseren Umzug ins Erdgeschoss organisiert und war wirklich sehr sehr hilfreich und lieb und lustig. Diesbezüglich kann ich das Hotel nur empfehlen. Nettes Personal und Krankenhausnähe plus Supermarkt und McDonalds nebenan. Was will man mehr? :`D

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Den nächsten Tag verbrachte ich hauptsächlich im Hotel während mein Freund versuchte, Krücken zu organisieren. Zuerst bekam er nirgends andere als diese Holzteile aus dem 17. Jahrhundert, die man sich unter die Achseln klemmt (dafür geht man in eines der zahlreichen Sanitärfachgeschäfte. In Krankenhausnähe findet man davon etliche. Diese Gehhifen kosten übrigens umgerechnet um die 15 Euro).

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Damit zu laufen war eine Tortur und einfach nur schmerzhaft. Schon nach zehn Metern schmerzten meine Achseln dermaßen, dass es einfach nicht möglich war, damit zwei Wochen zu verbringen. So ging er nochmals los mit Screenshots von richtigen Krücken auf dem Handy und fragte sich durch halb Bangkok. In einem anderen Krankenhaus konnte er diese dann endlich für 75 Euro kaufen. In wunderschönem Türkis-Royalblau ❤
Am folgenden Tag wollten wir eigentlich nach Khao Lak fliegen. Nun kann man nicht einfach so mit Gips fliegen, zumindest sagen das diverse Webseiten (z.B. Tui) und mehrere Leute in diversen Foren. Man müsse den Gips aufschneiden lassen, damit der Druck im Flugzeug ausgeglichen werden könne und man bräuchte eine Flugfähigkeitsbescheinigung vom Arzt (auch Fit to Fly genannt). Das war uns zu kompliziert und aufwändig, da ich dann in Khao Lak ja wieder einen neuen Gips gebraucht hätte und so entschieden wir, die Reise mit einem Bus anzutreten. Das hieß 13 Stunden durch Thailand. Die Busse sind relativ modern und bieten sehr viel mehr Platz als die Reisebusse in Deutschland. Man kann die Lehnen fast komplett zurückklappen und hat auch Fußstützen. Also erschien es uns nicht so schlimm, so lange dadrin zu sitzen, solange wir ganz einfach von A nach B kämen.
So einfach war es dann doch nicht. Über 12go.asia (eine Plattform, die Bus-, Zug- und Flugreisen innerhalb ganz Asiens vertreibt und sehr praktisch und günstig ist, zudem kann der Support auch deutsch. Guido war mir eine große Hilfe und sehr nett und lustig, danke dafür nochmals!) buchte ich die Tickets und bekam die Information, dass der Bus in der Nähe der berühmten Backpacker-Meile Khao San Road fahren sollte. Der Taxifahrer brachte uns zum Treffpunkt und dort gab es außer sehr vielen Geschäften nichts, was nach einem Busbahnhof oder einer Bushaltestelle aussah. Wir gingen in das „Reisebüro“, in der eine Thai sich gerade die Beine massieren ließ und uns in Befehlston aufforderte, uns hinzusetzen und zu warten. Die Hotelangestellte hatte zuvor dort angerufen und gefragt ob wir die Plätze ganz vorn mit mehr Beinfreiheit bekommen könnten, daher wusste sie wahrscheinlich, wer wir sind. Kommt ja nicht oft jemand humpelnd mit Krücken in so ein Büro. So saßen wir da ewig rum, hinter uns der plärrende Fernseher mit einem QVC ähnlichen Sender und wurden ca. eine Stunde lang nicht weiter beachtet. Später kam eine sehr grantig aussehende und unfreundliche ältere Thailänderin ins Geschäft und ein Mann, der wohl den Bus fuhr, wie wir dachten. Mittlerweile war es kurz nach 16 Uhr, die Abfahrt war auf 16 Uhr festgesetzt und die unfreundliche Frau, nennen wir sie einfachheitshalber Hexe, forderte uns auf, mitzukommen. Gegenüber der stark befahrenen Straße stand ein Minibus. Mit meinen Krücken musste ich schnellstens rüber humpeln und mich in den Wagen quetschen, der ca. 10 cm von einer Leitplanke entfernt parkte. Die Hexe wies uns zwei Plätze zu und schmiss unsere Rucksäcke auf die vorderen Plätze. Wir fuhren ca. 10 Minuten, während eine Kakerlake mehrfach meinem Freund die Beine hochlief, bis er sie endlich erwischte und platt trat. In der Khao San Road hielten wir an und die Hexe verschwand für mindestens eine halbe Stunde. Mein Bein konnte ich natürlich nicht ausstrecken und es schwoll an und schmerzte. Ich wurde sehr ungeduldig und missmutig. Endlich kam die Hexe mit 7 Asiaten an, deren Gepäck sie auf unsere Rucksäcke warf. Die relativ jungen Touristen mussten sich zusammenquetschen, da es viel zu eng war. Das schien sie nicht zu stören, sie waren sehr laut und nervig. Zirka eine weitere Stunde fuhren wir durch Bangkok und ich befürchtete schon, wir würden die komplette Strecke in diesem Minibus fahren… Ich krepelte mich ab, mein Bein irgendwie hoch zu halten und war kurz vorm Amoklaufen.

Endlich erreichten wir den Busbahnhof, der wie in jeder Stadt ziemlich ranzig ist. In der Eingangshalle ließ die Hexe uns warten und besorgte die Tickets, während wir uns auf den versifften Boden setzten, denn stehen konnte ich solange nicht, zumal ich das Bein endlich waagerecht ausstrecken wollte, um die Schwellung abzuschwächen. Die Asiaten sind weiter mit dem Minibus gefahren. Also waren wir allein. Sie kam zurück und sagte uns, der Bus fahre in anderthalb Stunden. Spitze. Weil die nicht ausm Arsch kamen, hatten wir scheinbar unseren richtigen Bus verpasst. Letztendlich waren wir 16 Stunden unterwegs und das wäre eben rechnerisch genau diese Verspätung. Am Busbahnhof war’s irgendwie sehr seltsam. Erst wartete ich unten, auf dem Boden sitzend in der dreckigen Wartehalte, während mein Freund sich das Gebäude mal anschaute. Er kam zurück und sagte mir, dass man in der 3. Etage essen könne und es eine Klimaanlage gebe. Also sind wir (mit Fahrstuhl) hoch. Im Grunde war es eine große Halle, in der etliche unterschiedliche Klapptische in Reihen aufgestellt waren. Die meisten leer, an einigen wenigen saßen Händler, die irgendwelche traditionellen Sachen verkauften. Aber nur Einzelteile, es war kein Markt in dem Sinne, irgendwie eher seltsam. Ich hab allerdings auch nicht drauf geachtet, es war anstrengend genug, durch die gigantische Halle auf die andere Seite zu humpeln, auf der es das Essen gab.

Danach musste ich noch zur Toilette, was ich nicht erwähnen würde, wenn es in Thailand da nicht eine Besonderheit gäbe. In den meisten Fällen darf man nämlich das Toilettenpapier nicht ins Klo werfen, sondern in einen Eimer daneben. Dafür gibt es aber Arschduschen, also einem Spülkopf an einem langen Schlauch, mit dem man… denkt euch den Rest. Auf DIESEM Klo allerdings gab es weder diese Arschdusche (die ich persönlich ja mega toll finde und mir auch für hier wünsche), noch gab es Klopapier, nichtmal Klopapierhalter waren da. Das war eine riesige öffentliche Toilette, aber keinerlei Möglichkeit, sich da … naja lassen wir das, zum Glück musste ich nur pinkeln 😀

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Bald endlich konnten wir also in den Reisebus (von Mercedes) und bekamen in der unteren Etage die Plätze ganz vorn. Sie sind von der Fahrerkabine durch eine Wand getrennt, so dass man vorne nicht rausgucken kann. (Überrascht waren wir jedoch, als während der Fahrt ein Angestellter aus der Alice-im-Wunderland-Tür kroch. Dahinter befindet sich ein Bett, was offenbar mit der Fahrerkabine verbunden ist.) Unsere Beine konnten wir gut ausstrecken, wir bekamen Wasser, Decken und Oreos und bald ging es los.

Als der Bus losfuhr, erfüllte sich der ganze Raum mit Benzingerüchen, dass uns fast schlecht wurde. Nach mehreren Minuten ging es dann, später fanden wir heraus, dass nicht nur der Motorraum, sondern auch die Toilette mit der Belüftung gekoppelt sein musste, denn jedes mal wenn jemand das stille Örtchen aufsuchte, schwebte Pups- und Chemieklo-Geruch durch die Kabine. Zwischendurch auch immer wieder andere nicht identifizierbare Odeurs. Schön ist anders. Mittlerweile war es auch schon dunkel, so dass man nicht viel sehen konnte, von der Autobahn her war dies jedoch sowieso vergebene Müh.

Stunden vergingen. Irgendwann erreichten wir den Dschungel, den wir komplett durchquerten. Scheinbar fand jetzt ein Fahrerwechsel statt (es waren mindestens 5 Busangestellte im Fahrerhaus) und plötzlich raste der Bus mit mindestens 100 km/h durch die engen Kurven des Dschungels. Es war stockfinster, hier gab es keine Beleuchtung mehr und ich bin froh, nicht oben gesessen zu haben, die Panik, dass wir umkippen, war schon unten unerträglich. Schlafen somit auch wieder unmöglich.

Nicht sehr aufbauend war die plötzliche Karaokeparty der Besatzung, die wir zwar nicht sehen, aber lautstark hören konnten. Und das bei der Geschwindigkeit im strömenden Monsun. Diese Art Adventure-Urlaub hatte ich nicht geplant.
Als es langsam heller wurde, kamen wir auch unserem Ziel Khao Lak näher. Gegen 8 Uhr waren wir da. Beim Aussteigen aus dem Bus entdeckten wir Hühner im Gepäckabteil. Ok, macht man hier wohl so.

In Khao Lak erkennt man Taxis nicht unbedingt. Die großen TukTuks (in Bangkok waren es Motorräder mit einem Kasten für 2 Personen, hier waren es eher Pickups, bei denen ca. 6-8 Personen mitfahren konnten) kann man jedoch schnell ausmachen, einer davon brachte uns in unser 5 Sterne Luxushotel The Haven, welches wir nur deshalb bewohnen durften, weil mein eigentlich gebuchtes Hotel plötzlich über einen defekten Pool klagte und wir somit ein kostenloses Upgrade bekamen. Glück im Unglück, kann man sagen. Da wir nach 5 Tagen eigentlich in den Dschungel nach Khao Sok wollten und dies nun stornieren mussten, verlängerte ich den Aufenthalt in diesem Hotel, was um einiges teurer war, dafür sparten wir uns ja die ganzen Ausflüge. Das Hotel kann ich nur empfehlen. Wirklich schön, sauber, paradiesisch und die Mitarbeiter sind wirklich sehr freundlich und hilfreich. Wir wurden ins Zimmer gebracht, was für mich aufgrund des langen Weges trotzdem noch sehr anstrengend war, aber das konnte ja keiner ändern.

Das Zimmer war riesig und wirklich schön und modern eingerichtet. Das Badezimmer mit begehbarer Dusche, sehr großem Flat-TV in der Wand integriert und direktem Zugang in den Pool. Vom Balkon aus.

Stand man auf ebenjenem, konnte man in ca. 300 Metern das Meer sehen. Der Rest bestand aus Palmen. Da wir das Zimmer am äußersten rechten Rand hatten, hatten wir auch den größten Anteil vom Pool, da dieser sich noch nach der Ecke auf weitere 30 Meter erstreckte.

Ja gut, aber was machste mit so einem riesigen Pool, wenn du nicht rein kannst?? Wir mussten uns also schnell was einfallen lassen. In einer Apotheke hatten wir uns zuvor schon so einen Duscharm besorgt, die gibt es auch in Deutschland und bestehen aus einem flexiblen Plastikarm, der in einen Plastikring abschloss, der wiederum eine Art Gummimembran hatte, wo man halt den Arm reinsteckt und der sich dann um die Haut schließt. Da ich kurze Beine habe und einen glücklicherweise kurzen Gips, passte das Ding auch. Nur hielt es nicht 100%ig.

Also besorgten wir Ducttape und Plastiktüten (welche einem ja eh andauernd hinterher geworfen wurden) und versuchten, alles abzukleben. Aber nichts half. Der Gips wurde immer wieder feucht. Außen wars nicht so schlimm, aber innen drin dauerte es Tage, bis die Watte und Wolle und Verbandszeug wieder trocken wurden. Hat aber letztendlich auch nicht viel geschadet.

Schon bevor wir eincheckten, fragten wir nach einem Rollstuhl, der uns für den 5. Tag zugesagt wurde, da dieser zu dem Zeitpunkt leider schon vergeben war. Also hieß es rumhumpeln und ansonsten eben am Pool liegen (aufgrund fehlender Sonnenschirme, war das in der prallen Sonne allerdings auch kaum möglich). Zwischendurch waren wir beim Arzt in Khao Lak (Dr. Chusak, sehr empfehlenswert! Günstig und sehr freundlich. Sprechen englisch und denen ist es wichtig, dass es dem Patienten gut geht, im Gegensatz zu anderen Ärzten und Kliniken dort, denen es laut Googlebewertungen nur ums Geld geht und die die Touristen übern Tisch ziehen). Statt des Arztes behandelte mich eine Ärztin (oder war es seine Ehefrau, eine Krankenschwester?), zumindest war sie sehr kompetent und nett. Ich bat sie um die Flugfähigkeitsbescheinigung und fragte ob sie evtl. einen Walker oder Air Cast hat, damit ich endlich ins Wasser könne. Oder ob sie eine andere Möglichkeit sehe, wie man den Gips wasserdicht bekommt. Sie riet mir davon ab, den Gips jetzt zu entfernen, damit ich keine Spätfolgen haben würde und empfahl, den Gips mit meterweise Frischhaltefolie zu umwickeln. Dazu gab sie uns spezielle wasserfeste sehr große Pflaster, damit ich die Folie am Bein festkleben konnte. Die Bescheinigung wollte sie mir jedoch erst am Tag vor der Abreise ausstellen.


Die Folie hielt. Es war grandios, ich konnte endlich arglos in den Pool und meine Bahnen drehen. Na ganz so einfach ist das mit dem Gips nicht, aber da der Pool eh nur brusttief war, ging es eigentlich. Zuvor hatte mein Freund noch ein riesiges Luft-Einhorn besorgt, damit ich wenigstens auf dem Pool liegen konnte.

Das Teil kostet übrigens doppelt so viel wie hier in Deutschland, also wenn man es nicht wirklich braucht und evtl. gar nicht erst mit nach Hause nehmen kann, so wie wir, dann lohnt sich das nicht. Aber immerhin war es das Highlight im Pool und alle, die auf dem Steg gegenüber an uns vorbei liefen, machten erstmal Fotos.

Als die Zimmermädchen bei uns sauber machten und das Einhorn sahen, kreischten und kicherten sie vor Entzückung los und wir entschieden, dass wir es ihnen schenken, wenn wir auschecken. Sie haben sich so gefreut, das hat alles wieder wett gemacht. Ich hoffe, sie haben es auch wirklich bekommen, denn wir konnten es ihnen am letzten Tag nicht persönlich übergeben und wissen nicht, ob der Mitarbeiter an der Rezeption auch Wort gehalten hat. Hoffen wir es einfach mal. Zumindest hat er sie wohl angerufen und uns ein ‚ok‘ zu verstehen gegeben.
Am 5. Tag freuten wir uns schon auf den Rollstuhl, der uns auch am Tag zuvor nochmal zugesagt wurde, als wir plötzlich die Information bekamen, dass es doch erst am nächsten Tage ginge. Wir waren so sauer. Wenn es keinen Rollstuhl gegeben hätte, okay, kann man sich drauf einstellen, aber jemandem 3x mal zu versprechen, man könne ihn haben und dann plötzlich doch nicht, ist einfach unprofessionell und machte uns sauer. Wir würden ja eh nur noch 2 Tage hier bleiben. Tristan ging zur Rezeption und fragte nochmal nach und erfuhr, dass es sogar 2 Rollstühle gebe, der eine jedoch so schrottig sei, dass es nicht sicher wäre, ihn uns auszuhändigen. Er bestand drauf und kam somit mit einem klappernden Metallstuhl aus einer Psychiatrie der 40er Jahre an. Egal. Das Ding fuhr und fiel nicht auseinander. Die Bremsen waren kaputt aber da er mich schob, ging es. Und so schob er mich sagenhafte 10 Kilometer vom Hotel die ewig lange Hotelzufahrt, umgeben von Palmen und Dschungel (vollgemüllt mit Plastik) nach Khao Lak und dort die unebenen bürgersteiglosen Straßen entlang, schwitzend, nass, später barfuß, weil er sich Blasen lief… Aber er wollte das so. Ich fühlte mich so schlecht. Wenn man kein Problem hat, sich von allen anstarren zu lassen, geht’s eigentlich. :‘D Zurück fuhren wir dann aber mit Taxi 😉

Am 07. Tag mussten wir leider in ein anderes Hotel umziehen, da ich es vorher schon so geplant und gebucht hatte. Das Leaf Oceanside liegt ca. 9 km südlich vom Haven. Fast der gleiche Strand, immerhin auch in Khao Lak.
Was den Strand betrifft, muss ich auch sagen, dass wir generell etwas enttäuscht waren. Okay, es war Regenzeit und das Meer dadurch sehr aufgewühlt und somit eben nicht in dem schönen traumhaften Türkis, wie ich es mir erhofft hatte. Dafür war er ziemlich zugemüllt mit Plastikflaschen und anderem Unrat. Durch die starken Winde kommt das Zeug jeden Abend wieder ans Meer, egal wie oft man aufräumt. Dank Bildbearbeitung und dadurch, dass Tristan mit einigen anderen Urlaubern den Müll weggesammelt hat, konnte ich das folgende Bild schießen. Sieht aber auch besser aus als es war 😉

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Von nun an regnete es nahezu jeden Tag. Ich hatte keinen Rollstuhl mehr und somit war mein Aktionsradius arg eingeschränkt. Dazu gesellte sich jetzt noch eine fiese Mittelohrentzündung (ja, es wird einfach nicht besser) und wiedermal musste mein Freund losstiefeln und Medikamente besorgen, während ich nutzlos im Zimmer bzw. der Terrasse blieb. In einer Drogerie lernte mein Freund einen Holger kennen, der schon das 7. Oder 9. Mal hier war und sich bestens auskannte, aber wo wir einen Rollstuhl herbekommen sollten, wusste er auch nicht.
Dafür zeigte er uns an einem Abend ein super tolles Restaurant über Khao Lak, nur 200 Meter in die Berge hinein, die man glücklicherweise direkt in einem Jeep gefahren wurde, der einen auf Anruf abholte. Das muss man erstmal wissen. Da es allerdings schon dunkel war, konnten wir keine schönen Panoramabilder machen. Es war trotzdem toll, auch viel frischer als unten in der stickigen Stadt und außer uns war außer zu Beginn niemand dort. Leider weiß ich nicht mehr wie das Restaurant hieß.

An unserem letzten Tag in Khao Lak mussten wir nochmal zum Arzt, um den Gips aufschneiden zu lassen und die Fit-to-fly-Bescheinigung zu besorgen. Durch Holger hatten wir eine Masseurin kennengelernt, die nicht weit von unserem Hotel arbeitete und spazierten an ihrem Salon vorbei, da wir vorher noch zu einer Apotheke wollten. Wir redeten kurz mit ihr und sie schlug vor, uns ins nächste Krankenhaus zu fahren, da wir alle nicht sicher waren, ob die kleine Praxis von Doctor Chusak überhaupt die Werkzeuge hatte, den Gips aufzuschneiden. Sie fuhr uns ins Andaman Hub Medical Center (welches man leider nicht bei Google oder Google Maps finden kann, ich kann nur sagen, es ist auf der großen Hauptstraße Khao Laks auf der Meerseite und ziemlich in der Nähe vom Hotel „The haven“.) Ganz neu und modern. Unsere Bekannte (Tim) erklärte der Dame am Empfang, was los ist (und evtl. haben wir deshalb auch gar nicht so viel bezahlt. Vielleicht war der Preis aber auch normal… keine Ahnung.) Die Krankenschwestern waren unglaublich nett und lustig. Der Arzt dagegen war etwas seltsam. Vielleicht gerademal 18 Jahre alt, aber hat seine Arbeit trotzdem ganz gut gemacht. 4 Leute hielten mein Bein, als er mit der Gipssäge (von Bosch… keine Ahnung wie das Instrument heißt) rumhantierte und aus Panik er könnte mich verletzen (was gar nicht möglich ist, wie ich im Nachhinein rausfand), quietschte ich völlig ängstlich rum, was die Krankenschwester so lustig fand, das wir uns kaum einkriegten vor Lachen. Wegen der Mittelohrentzündung wurden meine Ohren vorsichtig mit Wasser gereinigt und untersucht, aber da kannste halt sonst nichts machen. Alles dauerte bestimmt über eine Stunde und kostete um die 30 Euro inkl. der Flugfähigkeitsbescheinigung in 2facher Ausführung.
Da unser Flug zurück nach Bangkok am nächsten Tag erst um 16 Uhr ging, fuhren wir gegen Mittag mit dem überteuerten Hotelshuttle nach Phuket. Das kostet bei den meisten Hotels um die 50 Euro, man könnte auch ein Taxi nehmen oder den netten Jeepfahrer des Restaurants, der uns extra eine Visitenkarten gegeben hatte, aber da wir den Shuttle schon vorab gebucht hatten, war uns das Hin und Her dann auch egal. Die Fahrt dauerte anderthalb Stunden und wir sahen noch etwas von der Gegend und dem Dschungel, sogar Elefanten am Straßenrand. Die einzigen im gesamten Urlaub. Am Flughafen angekommen, mussten wir nur ca. 100 Meter zum Check In laufen und ich bekam sogar einen Rollstuhl. Ohne nachzufragen (hatte ich total vergessen) bekamen wir Plätze in der ersten Reihe, so dass ich mein Bein ausstrecken konnte. Auch durfte ich als erste an Bord, das Personal war super zuvorkommend und nett. Keinen interessierte, ob der Gips aufgeschnitten worden war, aber die Flugfähigkeitsbescheinigung wurde im Flieger von der Stewardess verlangt. Der Flug mit Lion Thai Airways war sehr angenehm, ich hatte auch mit den Ohren keinerlei Probleme. Mag vielleicht an den Tonnen an Ibuprofen gelegen haben, die ich mir neben Nasenspray reingepfiffen habe, als auch dem ständigen Kaugummikauen, was die Ohren entlastet. Beim Schlucken hatte ich zweimal einen stechenden Schmerz, aber auszuhalten und wenn ich die Ohren zuhielt, ging auch das problemlos. Erleichtert landeten wir und mussten ca. 17 km mit Taxi zum Hotel fahren. Das dauerte aufgrund der völlig überlasteten Straßen Bangkoks anderthalb Stunden, kostete trotzdem nur 15 Euro. So kamen wir im Dunkeln in unserem letzten Hotel an und hatten auch hier eigentlich das coolste Zimmer.

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Das einzige mit Poolblick, welcher allerdings auf der 4. Etage eingebaut war mit Ausblick auf die Stadt. Jedoch sah man nicht viel, weils nicht hoch genug war und die Gegend auch nicht die beste. Eigentlich sollte es sogar einen Nachtmarkt in der Gegend geben, aber so weit konnte ich leider nicht laufen. Nebenan gab es ein Gartenrestaurant mit Live Musik. Wir waren die einzigen dort und nachdem wir die Karte gelesen hatten, entschieden wir, doch nur Bier und Cola zu trinken.

Das Essen klang mehr als seltsam, wir sind da bisl pingelig… Ameiseneier und Schlangenkopffischsuppe is halt nich so unsers. Und vieles konnten wir gar nicht zuordnen, da es nur auf Thai angegeben war.
Wir spazierten noch etwas rum, was man in Thailand irgendwie generell nicht so wirklich angenehm machen kann, da es meist keine Bürgersteige gibt, zudem ist es scheinbar nicht Gang und Gäbe dort. Jeder fährt auch nur jedes kurze Stück mit Roller. Die Straßen sind sehr uneben und bei gebrochenem Bein dann auch eher gefährlich.

Da wir bisher keine Thai Massage hatten, wie eigentlich geplant, entschieden wir spontan in einen Salon um die Ecke zu gehen, in der gefühlte 20 junge Mädels arbeiteten, der Salon aber gar nicht soviel Platz hergab. Als wir reinkamen, waren alle wie gewohnt sehr freundlich und eine ca. Mittvierzigerin, die erst nur meinen Freund sah als sie aus einem hinteren Zimmer kam, knöpfte erstmal direkt ihre Bluse auf. :‘D Als dann alle anderen im Raum „no no no“ schrien und auf mich zeigten, war das Gelächter groß :‘) Wir sind immernoch nicht sicher, ob es überhaupt eine echte Frau war. Trotzdem bekamen wir eine ganz normale Massage (ohne Happy End), die trotzdem nicht so tolle war, wie ich erwartet habe 😉 Aber egal. Auch abgehakt auf unserer ToDo Liste 😛
Am letzten Tag fuhren wir wieder mit Taxi zum anderen Flughafen (von Don Muaeng gehen hauptsächlich Inlandsflüge, von Survanabhumi die internationalen). Da wir um 11 Uhr auschecken mussten und der Flieger erst um 17 Uhr ging, hatten wir massig Zeit. Eigentlich wollten wir an dem Tag ja noch bisl shoppen, aber das ging ja nun nicht und so mussten wir ewig auf dem Flughafen rumgammeln. Direkt bei den Check In Schaltern (welche alphabetisch geordnet sind) konnte man bei „L“ kostenlos einen Rollstuhl gegen den Pass ausleihen. So tingelten wir hin und her und hoch und runter, bis wir endlich einchecken konnten. Dort bekam ich erneut einen Rollstuhl (habe ich allerdings vorher bei der Fluggesellschaft angemeldet) und wurde sogar von einem Mitarbeiter geschoben, während mein Freund die beiden Rucksäcke buckeln musste. Das gute war, dass wir nirgends anstehen mussten und das ganze Procedere ziemlich schnell und einfach vonstatten ging. Bis zum Boarding blieb mein „Schieber“ bei uns (auchn easy Job eigentlich. Die halbe Zeit gammelte er mit Handy neben uns auf den Lounge Sesseln im Boarding Bereich). Wieder durfte ich als erste an Bord und wurde bis zur Flugzeugtür gefahren. Diesmal fragte niemand nach der Flugfähigkeitsbescheinigung, auch ob der Gips aufgeschnitten war, interessierte hier niemanden.

Als wir in Singapur landeten, musste ich ohne Rollstuhl erstmal klarkommen. Zum Glück gab es dort Sitz-Trolleys. Also Koffertrolleys, die zudem mit einem Sitz ausgestattet waren. Das Ding war schwer zu schieben und es passte nicht viel Gepäck rauf, aber für unsere zwei Rucksäcke und Handgepäck reichte es gerade so aus. Wieder tingelten wir unsere 3 Stunden auf dem braunen Teppich durch die Gegend, diesmal hatten sogar die Geschäfte auf. Bei der Personenkontrolle musste ich dann wieder laufen, auch zum Flugzeug, was aber ging, da es nicht allzu weit war. Wieder durften wir als erste ins Flugzeug und bekamen die vorher extra dazugebuchten Seats mit mehr Beinfreiheit (90 Euro pro Sitz, wahrlich kein Schnäppchen, aber war nunmal nötig). Obwohl fast alle Plätze in der Business Class vor uns frei waren, bot uns keine Stewardess ein Upgrade an, was ich aufgrund des Gipses doch etwas gehofft hatte. Wir stellten unsere Rucksäcke vor uns gegen die Wand und so konnte ich einigermaßen das Bein hochhalten, was aber nichts daran änderte, dass der Flug äußerst ätzend war, da die Sitze sehr schmal sind und man sich da irgendwie reinkrepelt und 12 Stunden durchhalten muss. War aber auch schon auf dem Hinflug so ekelerregend unbequem. Vielleicht sind wir für solch lange Flüge einfach nicht geschaffen…

In Berlin Tegel musste ich dann wieder warten, bis alle aus der Maschine raus sind und sich auf die beiden Busse verteilt haben, die sie vom Flugzeug zu den Terminals bringen sollten. Als ich die Gangway runterhumpelte, wartete wider Erwarten ein eigener Bus auf uns 😀 Ganz entspannt konnten wir so zum Gebäude fahren, beim Aussteigen stand ein Mann mit Rollstuhl bereit und wartete auf uns. Er brachte uns direkt ohne Umwege zur Passkontrolle an alle wartenden Passagiere vorbei und ich konnte mir ein Grinsen kaum verkneifen. Zack durch die Kontrolle, weiter zum Gepäckband, da wir aber nur Handgepäck hatten, auch daran vorbei und raus zum Taxistand, zum ersten Taxi, an allen wiederum wartenden Reisenden vorbei. Vielleicht sollte ich demnächst immer mit Gips fliegen :‘D So gesehen hatte der ganze Mist wenigstens einen Vorteil.

Das wars soweit. Ich hätte nicht gedacht, dass ich soviel Text zusammenschreibe, aber immerhin steht nicht überall „Es war soooo toll!!!“ Diese Passage haben wir irgendwie ausgelassen.

Ich fasse unten nochmal ein paar FAQs zusammen für den Fall, dass jemand nach genau diesen Informationen sucht. Wir sind ja bestimmt nicht die einzigen, denen sowas in Thailand passiert 😛
Zusammenfassung (Fluginfos beziehen sich nur auf Scoot und Lion Airways!)
Krankenhaus in Bangkok: Gibt natürlich einige, aber unbedingt in private Hospitals gehen. Die städtischen sollen katastrophal sein. Die privaten dagegen sind 1A ausgestattet, die Ärzte können englisch. Also keine Angst haben.

Arzt in Khao Lak: Dr. Chusak!!! Nicht in die Bangkok-Phuket-Klinik (ja die heisst so)!! Die meisten ziehen einen über den Tisch. Dr. Chusak ist fair und spricht Englisch. Die Kosten sind angemessen.
Muss man den Gips vor dem Flug aufschneiden? Scoot und Lion Airways haben es nicht überprüft. Wie es bei anderen Airlines ist, kann ich nicht sagen. Ist im Notfall aber durchaus angenehmer, falls das Bein anschwillt. Da ich den Gips schon 2 Wochen trug, schwoll nichts mehr an.
Kann man mit Mittelohrentzündung fliegen? Das ist sehr unterschiedlich. Ich habe viele Berichte gelesen, bei denen der Patient wahnsinnige Schmerzen hatte. Kann ich nicht bestätigen. Im Gegenteil, sobald der Flieger oben war, verschwand der Druck endlich mal. Aber auch Start und Landung waren problemlos. Zuvor hatte ich Nasenspray und Ibuprofen 600 genommen und die ganze Zeit über Kaugummi gekaut. Beim Schlucken habe ich mir die Ohren zugehalten, was auch nochmal hilft.
Braucht man ein Fit to fly bei gebrochenem Fuß/Knöchel? Bei Lion Airways ja, Scoot hat nicht nachgefragt.
Braucht man extra Sitzplätze bei gebrochenem Fuß/Knöchel? Nein, aber Plätze mit Beinfreiheit sind schon nötig. Bei Lion Airways bekommt man am Check-In einen direkt zugewiesen (ohne nachzufragen, aber sicher ist sicher). Bei Scoot muss man die dazubuchen, sonst hat man Pech. (In unserem Fall 90 Euro pro Platz nur von Singapur nach Berlin. Von Bangkok nach Singapur hätte nochmals je 15 Euro gekostet, die habe ich mir gespart.)
Wie komme ich an einen Rollstuhl am Flughafen? Bei Thai Lion Air (Don Mueang Airport) beim Check In (die stehen da direkt rum), aber da muss man erstmal hinkommen, ist aber vom Taxi aus nicht weit (ca. 100 Meter). Bei Scoot muss man ihn vorher anmelden und bekommt ihn dann auch am Check In.
Am Flughafen Suvarabhumi in Bangkok gibt es die Möglichkeit gegen Reisepass kostenlos einen Rollstuhl zu leihen (VOR dem Check In), wenn man beispielsweise noch ein paar Stunden Zeit hat. Der Stand dafür befindet sich auf derselben Etage wie die Check-In Schalter. Ca. auf Höhe von „Reihe L“.
Wie läuft das mit den Rollstühlen am Umsteigeflughafen? In Singapur hat leider niemand mit Rollstuhl auf mich gewartet (obwohl ich es ja bei Scoot angemeldet hatte). Zufällig wurden wir von einem Flughafenmitarbeiter auf Sitztrolleys aufmerksam gemacht. Also Koffertrolleys mit Sitz oben drauf. Das ging so. Auch bei der Security Überprüfung bekam ich hier keine Hilfe, da kann man den Trolley nicht mit reinnehmen darf und mit den Krücken klarkommen muss. Ist dann aber auch nicht mehr weit und man bekommt Priority Boarding. (Das bekommt man übrigens mit Krücken oder Rollstuhl überall. Durchaus bequem, wenn man als erster und vorerst einziger ins Flugzeug darf)
In Berlin Tegel wiederum muss man nicht in den überfüllten Bus, der die Passagiere vom Flugzeug zur Halle bringt, sondern bekommt einen eigenen, nachdem mal als letztes aussteigt , danach setzt man sich in den Rollstuhl und lässt sich bequem an allen Wartenden bei der Passkontrolle durchschieben und direkt zum nächsten Taxi, während alle anderen auch hier warten. Vom Flugzeug zum Taxi hats keine 10 Minuten gedauert.

Wo bekomme ich Medikamente und was kosten sie? In jeder Apotheke bekommt man nahezu alles ohne Rezept. Glaube ich zumindest. Antibiotika und 600er Ibuprofen gabs fürn Appel und’n Ei (2 Euro ca.). Abschwellendes Nasenspray (sogar Otriven) auch. Und ich wette alles andere gibt es dort auch. Holt man sich die Medikamente beim Arzt wird das teurer. Je nach Arzt ziehen die einen richtig über den Tisch (hab vom 200-fachen Preis für Ohrentropfen und Antibiotika gehört). Wir hatten Glück, dass die Kliniken relativ günstig waren. Kommt vielleicht auch immer drauf an, wie man sich verhält. Wir hatten immer viel Spaß und haben mit den Schwestern und Ärzten gelacht. Im letzten Krankenhaus sind wir mit einer frischbekannten Thailänderin hingefahren, das mag auch dazu beigetragen haben.

Weitere Fragen könnt ihr gern in die Kommentare schreiben, dann füge ich sie hinzu.

Nur mit Handgepäck ins Paradies

Bald ist es soweit. Nur noch 39 Tage 22 Stunden und 52 Minuten bis zu unserem Thailand Urlaub.

Wir haben uns entschieden, nur mit Handgepäck zu reisen, d. h jeder einen Rucksack und eine Gürteltasche. Komischerweise sind aber alle skeptisch deswegen und sagen, wir sollen unbedingt noch einen Koffer mitnehmen. Pfff. Nein. Da wir mit einer Billig Airline fliegen, kostet ein Koffer pro Richtung schon 40 Euro. Dann fliegen wir innerhalb Thailands auch noch zweimal und ich befürchte, auch dort kostet das extra.

Mal davon abgesehen, dass wir absolut keine Lust haben, ewig beim Check In, dann an der Gepäckausgabe zu warten und dann das blöde sperrige Ding durch die Gegend zu zerren.

Ein Ruckack mit den Außenmaßen der vorgegebenen Handgepäcksrichtlinien müsste ausreichen. Was braucht man schon in den Tropen? Beim Skiurlaub würde es eher nicht klappen.

Wie auch immer, ich habe schon 3/4 probegepackt und mir eine Liste erstellt, was noch alles rein muss. Passt. Nur bei der Taucherbrille bin ich nicht sicher, es ist diese Vollgesichtsbrille von Decathlon (bitte Affiliate Link hier virtualisieren) und die ist ganz schön sperrig.

Aus Erfahrung weiss ich auch, dass man bei einem 12 Tage-Urlaub nicht 12 Shirts mitnehmen muss. Nichtmal Unterhosen, da man teilweise ganze Tage sowieso am Strand verbringt und so’n Schlüpper is zur Not auch schnell gewaschen. Eine lange Jeans als auch einen Pulli/Hoodie o.ä. als auch feste Schuhe trage ich am Anreise- und Abreisetag, da es im Flieger eh kalt ist. Somit also ca. 5 Shirts/Tops, eine Shorts, eine Leggins, 1-2 Kleider, ein Paar Socken. Zur Not kann man alles vor Ort kaufen. Wie z. B. auch Flipflops fürn Appel und’n Ei, die ich deswegen gar nicht erst einpacke.

Kosmetik brauche ich auch kaum. Außer Mascara und Aloe Vera Gel kommt eh nichts an meine Haut und Duschgel gibt es meistens im Hotel. Das einzig wichtige ist Sonnenmilch, da die dort unten ziemlich teuer sein soll, aber die fülle ich mir hier um in diese kleinen 100ml Reisefläschchen oder kaufe direkt die Reisepröbchen.

Dazu noch die Reiseapotheke, die auf Nachfrage an unsere Airline (Facebook machts möglich), problemlos mit ins Handgepäck darf und einiger Schnickschnack, wie Adapter und Ladekabel, fertig ist der Rucksack.

Die Pässe, Unterlagen, Kreditkarten, etc. kommen alle in die Gürteltasche.

Die Camera lasse ich schweren Herzens zuhause. Es gibt Leute, die kriegen auch die noch in den Rucksack (was ich mir nicht vorstellen kann), aber bei mir klappt es nicht. Schon gar nicht mit dem Wechselobjektiv. Dafür habe ich mir extra ein neues Handy zugelegt, da zum einen mein altes eh schon nervig langsam war, der Speicher schon lange nicht mehr ausreichte und zum anderen hat das neue eine ziemlich gut bewertete Kamera. Was ich bisher gesehen habe, gefiel mir auch sehr gut, ich muss aber noch etwas mehr rumspielen. Ich weiss, ich werde es bereuen, die Spiegelreflex nicht mitgenommen zu haben, aber genauso würde ich es bereuen, sie andauernd rumschleppen zu müssen, da sie schon ziemlich schwer und sperrig ist…

Hab ich was vergessen?

Auf jeden Fall werde ich berichten, wie es uns nur mit Rucksack ergangen ist und ob ich es weiterempfehlen kann oder nicht 😉

Walker Stalker Convention – kann man machen. Muss man aber nicht

Letztes Wochenende fand in Mannheim die Walker Stalker Con statt. Eine Convention (deutsch: Messe), die sich nur um The Walking Dead dreht. Für mich als Fan der ersten Stunde ein absolutes Muss, schon weil diverse Darsteller auch dort sein sollten.

Da ich 2012 auf einer ähnlichen Con in Belgien (Ghent, eine wunderschöne Stadt, kann ich nur empfehlen) und ich sehr begeistert war, musste ich natürlich jetzt nach Mannheim.

Hätte man mir nicht vorher sagen können, dass diese Stadt furchtbar hässlich ist und Ludwigshafen nebenan, wo auch unser Hotel war, noch schlimmer? Nein? Nun, ich sags euch. Wenns euch mal dorthin verschlägt, erwartet nicht zu viel. Oder besser gar nichts.

Zurück zum Thema. Die Con war einfach nur eine Geld-aus-den-Taschen-Zieherei.

Eintritt für 1 Tag: 54 Euro.

Autogrammvom „Star“ zwischen 60 und 90 Euro.

Photo mit „Star“ zwischen 80-140 Euro.

Selfie mit eigenem Handy + „Star“ um die 40-80 Euro.

Habt ihr’n Arsch offen?

Damals in Ghent bezahlte ich:

Eintritt 16 Euro

Autogramm 0-10 Euro

Photo: 25 Euro

Selfie: 0 Euro

Nun gut. Verständlicherweise habe ich außer dem Eintritt nichts davon gekauft. Mal abgesehen davon, dass ich nicht Krösus bin, würde ich das auch als Krösus für unverhältnismäßig halten. Es gab übrigens sogar ein Special-Platin-VIP-Ticket für sage und schreibe 1600 Euro. Und nein, damit darf man trotzdem nicht mit seinem Lieblingsstar schlafen. Da bekommt man halt 2 Tage Eintritt, 4 Fotos, 4 Autogramme, einen Anhänger (whoopwhoop!!!) und kann ganz vorne an der Bühne sitzen. Juchhei.

Dafür fahre ich dann lieber 2 Wochen in die Karibik. Oder kauf mirn E-Bike. Oder geh 122,9 mal ins Kino.

Und sonst… Ja voll wars. Man konnte die Darsteller von weitem sehen. Wenn man groß war. Oder gut springen konnte. Wenn man es wagte, Fotos zu machen, fuchtelten die freiwilligen Mitarbeiter einem vor der Linse rum und verwiesen auf das „Selfies-50-€“-Schild. Da die wenigen Fotos, die wir machen konnten also dementsprechend schlecht geworden sind, lade ich sie nicht extra hoch.

Alles in allem… hats mir nich so jefallen (wie Felix Lobrecht dazu sagen würde, den wir mal ganz by the way im September live erleben werden, yay!😎)

Nun denn. Falls ihr Fragen habt, fragt. 🙂

Achso ja… In Heidelberg waren wir danach auch, weil wir schon nach 2 Stunden genug von der Con hatten. Kalt wars, aber wirklich schön. Wobei es bestimmt noch schöner im Frühjahr ist. Oder Sommer.

Zumindest gibts dort freilebende Papageien und das hat mir den Tag erhellt, wie sie alle in einer großen Schar im Baum saßen und zwitscherten 😍

Für unsere Zukunft

Diesmal bitte ich euch um Hilfe und hoffe, dass nicht alle sofort abgeschreckt sind oder gar denken, für sowas hätten sie keine Zeit.

Ich bitte euch um 5 Minuten eurer Zeit, die ihr eh vor dem Pc oder Handy verbringt und deren Verlust keinem wehtut. Nein, danach fühlt ihr euch sogar ein klein wenig besser. Zumindest solange, bis ihr über die Themen nachdenkt, um die es hier geht.

Unsere Umwelt braucht eure Hilfe. Unsere Tiere, unsere Natur und auch viele Menschen auf diesem Planeten. Denn so wie es seit Jahrzehnten läuft, kann es nicht weitergehen.

Deswegen möchte ich, dass ihr auf http://www.regenwald.org ein paar oder alle aktuellen Petitionen unterschreibt. Ich habs auch gerade gemacht und es dauert echt nicht lang. Hierbei werden außer dem Namen und der E-Mail-Adresse auch keine Daten verlangt und das finde ich in Ordnung. Man bekommt hin und wieder E-Mails für neue Petitionen, aber sonst wird man nicht zugemüllt.

Ich habe jahrelang für die Organisation gespendet und überlege, wieder einen monatlichen Betrag (5 Euro tun keinem weh, dann ist es halt ein Starbux Kaffee weniger, oder eine Schachtel Zigaretten…) dazulassen.

Also bitte helft, unterschreibt (und hofft, dass es was bringt). Hier mal einige aktuelle Petitionen:

Hilfe, wir ersticken im Plastik

Sie töten für Elefantenhaut und Elfenbein

Trumps Angriff auf den Naturschutz stoppen!

Kein EU-Freihandel mit Palmöl

Groko will Wölfe töten

Durch Palmöl und Biodiesel schon 100.000 Orang Utans getötet

Das Pangolin nicht essen!

Nationalparks nicht für Schokolade opfern!

Unilever – Kahlschlag für Tütensuppen

Kelloggs, Nestlé, Unilever – Kinderarbeit für Palmöl

Rama, Knorr und Pfanni – Nein danke!

Und es gibt noch so viele mehr. Bitte unterschreibt.

(Und wer den Text gelesen hat, aber nicht eine einzige Petition unterschreibt, den soll ein unsäglich schlechtes Gewissen plagen)

Bescheuerte Bitcoins

Warum hab ich bloß mit dem Müll angefangen? Anfangs klang alles noch so super, der Wert stieg und stieg und ich hätte aussteigen sollen. Nun, weil ich dachte, es lohne sich, Sitzfleisch zu zeigen, ist der Bitcoin in den Keller gekracht. Zusammen mit gefühlt allen Kryptowährungen… Schlau wie ich bin, habe ich mir nämlich auch Ether und EOS gekauft, weil gesagt wurde, die wären moderner und große Firmen würden mit denen traden. Tjo, Pustekuchen, alles im Minus und ich weiss nicht, ob ich die paar Kröten, die sie noch Wert sind, nun mit großem Verlust retten soll oder doch weiter abwarte und hoffe, dass es irgendwann wieder bergauf geht.

Ich bin halt kein „Spieler“…

Jobangebot

Momentan arbeite ich 30 Stunden/Woche und verdiene für Brandenburger oder auch Berliner Verhältnisse relativ gut. Immernoch meilenweit entfernt von Frau Merkels 3000-Euro-verdient-jeder-im-Durchschnitt-Marke, aber es reicht.

Mein Job langweilt mich in letzter Zeit mehr und mehr, obwohl ich mich nicht beschweren kann. Der Chef ist ganz in Ordnung, das kleine Team auch, da gibt es absolut Null Reibereien, dazu bekomme ich eine nicht zu verachtende Summe Prämie und Urlaubsgeld. Auch wenn die Prämie nur halb so hoch ist, wie die meiner Kollegen, was mich doch ziemlich aufregt, weils einfach unfair und unlogisch ist. Andererseits habe ich den zweithöchsten Stundensatz hier. Nunja…

Seit zweieinhalb Jahren nun bin ich hier… In einer Branche, die mich nie interessiert hat und es bis heute nicht tut. Aber im Büro macht man halt seinen Job… Is ja überall eigentlich das gleiche. Trotzdem. Blööök. Jeden Abend quengel ich „Ich will niiiiicht zur Aaaabeit!“ Dabei sollte ich zufrieden sein. Hatte schon schlimmere Jobs mit blöderer Arbeit und fiesen Chefs und ekligen Kolleginnen…

Gestern fuhr ich meinen Freund abholen. Er arbeitet seit einem halben Jahr in einer Gärtnerei. Ungelernt und trotzdem direkt gut bezahlt. Sein überaus sympathischer und menschlicher Chef will, dass er eine richtige Ausbildung macht. Er würde ihn dabei vollstens unterstützen und ihm danach auch dementsprechend mehr zahlen. Und dann soll er seinen Meister machen. Und noch besser verdienen. Das hieße aber, dass die nächsten 3 Jahre dann finanziell echt mau aussehen, da ich mit meinem Gehalt nicht uns beide versorgen kann.

Und nun kam gestern der Chef zu mir, als ich wartete und fragte mich, ob ich Arbeit suche und dort im Büro arbeiten wollen würde.

Ähm. Ja. An sich schon. Aber da wären es 20 Stunden/Woche und bei meinem aktuellem Stundenlohn hat er auch erst geschluckt… Um aber auf dasselbe Gehalt zu kommen, müsste dieser sogar noch höher sein… Argh. Und die Prämie gäbe es dann auch nicht mehr… Ein Zweitjob wäre dann fast unumgänglich. Wobei ich dem an sich nicht abgeneigt bin, etwas Abwechslung ist immer gut und vllt. finde ich ja sogar etwas, was mir richtig Spaß macht. Katzensitter oder so 😂

Ja, an sich spricht eigentlich das meiste dagegen…

Ach, der negativste Punkt wäre wohl die Wintersaison… Hier ist es nämlich so, dass die Arbeit für mind. 2 Monate, je nach Witterung, eingestellt wird. Man bleibt zwar angestellt, bekommt dann aber nur 60-70% des eigentlichen Lohnes. Da kann ich mich dann aufhängen…

Andererseits könnte man dann auch wirklich mal einen langen Urlaub machen. 3 Wochen mit Rucksack durch Bali… Oder Mexiko…